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Eröffnung mit 6-5: Lover's Leap erklärt

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026

Der 6-5-Wurf unterscheidet sich von den bisherigen Würfen der Serie: Bei 3-1, 6-1, 5-3 und 4-2 baut man jeweils einen neuen Punkt im eigenen Heimfeld. Mit 6-5 geht das nicht – stattdessen kommt ein ganz anderer Zugtyp zum Einsatz, der Running-Play.

Der Standardzug: 24/13

Der beste Zug nach einem 6-5-Wurf ist 24/13: Ein einzelner Stein vom 24-Punkt läuft in einem Satz über den 18-Punkt bis zum eigenen 13-Punkt.

  • 24/18: Der Stein zieht mit der 6 vom Punkt 24 auf den Punkt 18.
  • 18/13: Derselbe Stein zieht anschließend mit der 5 weiter auf den Punkt 13.

Dieser Zug ist als „Lover’s Leap“ bekannt – ein Stein „springt“ in einem einzigen Wurf von ganz hinten bis zum eigenen Mittelpunkt, dem 13-Punkt, wo bereits eigene Steine aus der Grundaufstellung stehen.

Warum ist dieser Zug so stark?

Der 18-Punkt ist in der Grundaufstellung leer, und der 13-Punkt ist bereits mit eigenen Steinen besetzt – der Stein zieht also durch, ohne irgendwo einen Blot zu hinterlassen. Gleichzeitig bringt der Zug einen der beiden rückständigen Steine auf einen Schlag vollständig in Sicherheit, weit weg vom gegnerischen Heimfeld. Keine andere Kombination aus zwei Würfeln deckt aus der Startposition eine so große, komplett sichere Distanz ab – deshalb gibt es an diesem Zug in der Praxis kaum Diskussion.

Typischer Fehler beim 6-5-Wurf

Ein gelegentlich gesehener Fehler ist, die 6 und die 5 auf zwei verschiedene Steine zu verteilen, etwa mit 24/18, 13/8. Das bringt zwar ebenfalls einen Stein in Bewegung, hinterlässt aber einen Blot auf dem 18-Punkt, der vom Gegner geschlagen werden kann. Der volle Lauf mit einem einzigen Stein bis zum 13-Punkt vermeidet dieses Risiko komplett und sollte fast immer bevorzugt werden.

Wie geht es nach dem 6-5-Wurf weiter?

Nach Lover’s Leap steht noch ein rückständiger Stein auf dem 24-Punkt, während der zweite bereits sicher auf dem eigenen Mittelpunkt angekommen ist. Von hier aus geht es darum, die restlichen Ausbaupunkte im Heimfeld zu sichern und eine Blockade (Priming) vorzubereiten. Einen Überblick über alle Standard-Eröffnungszüge findest du unter Backgammon Eröffnung: Die besten Züge.

Häufige Fragen

Warum baut man bei 6-5 keinen Punkt, so wie bei 3-1, 5-3 oder 4-2?

Mit einer 6 und einer 5 lässt sich aus der Grundaufstellung heraus kein neuer Punkt sicher bauen – jede Kombination, die das versucht, hinterlässt einen Blot. Der Running-Play 24/13 ist dagegen von Anfang bis Ende völlig sicher, deshalb ist er hier klar die beste Wahl.

Ist der Zug 24/13 wirklich risikofrei?

Ja. Der Zwischenpunkt 18 ist in der Grundaufstellung leer, und der Zielpunkt 13 ist bereits mit eigenen Steinen besetzt. Der Stein läuft also durch, ohne irgendwo einen Blot zu hinterlassen.

Woher kommt der Name „Lover's Leap"?

Der Name ist ein feststehender Begriff aus der englischsprachigen Backgammon-Literatur für genau diesen Zug: Ein einzelner Stein „springt" in einem Satz von ganz hinten bis auf den eigenen Mittelpunkt und entkommt damit sofort jeder Gefahr im gegnerischen Heimfeld.

Ulf Mayer

Über den Autor

Ulf Mayer

Ich liebe Backgammon in allen Facetten – egal ob als schnelles Match auf dem Smartphone für zwischendurch oder bei einem Glas Wein mit einem hochwertigen Holzbrett im Kreis von Familie und Freunden. Als Gründer von backgammon-meister.de teile ich meine Leidenschaft, Taktiken und Tipps, um sowohl Anfängern als auch ambitionierten Spielern dabei zu helfen, ihr nächstes Match zu dominieren. Würfelbecher bereit? Lass uns das Spiel meistern!

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