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Closeout beim Backgammon: Das geschlossene Heimfeld

Veröffentlicht am 8. Juli 2026

Backgammon-Heimfeld mit allen sechs Punkten besetzt

Ein Closeout ist einer der stärksten Momente, den man im Backgammon erreichen kann: Alle sechs Punkte des eigenen Heimfelds sind mit eigenen Steinen besetzt, und ein gegnerischer Stein wartet auf der Bar – ohne jede Möglichkeit, wieder ins Spiel zurückzukehren.

Was bedeutet Closeout?

Sobald ein Stein geschlagen wird, muss er auf die Bar und von dort aus wieder ins gegnerische Heimfeld einwechseln, bevor er sich überhaupt weiterbewegen darf. Das Einwechseln funktioniert nur auf einen Punkt, der nicht von mindestens zwei gegnerischen Steinen belegt ist. Sind jedoch alle sechs Punkte des Heimfelds mit jeweils zwei oder mehr eigenen Steinen besetzt, gibt es für den Gegner keinen einzigen Punkt mehr, auf dem er einwechseln könnte – der Stein bleibt auf der Bar, egal welche Zahl gewürfelt wird.

+24-23-22-21-20-19-+---+18-17-16-15-14-13-+
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| X  X  X  X  X  X |   |                  |
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Geschlossenes Heimfeld: X besetzt alle sechs Punkte 1 bis 6 mit jeweils zwei Steinen. Ein von X geschlagener Stein von O müsste auf der Bar warten – die ASCII-Notation kennt kein eigenes Feld für die Bar, daher ist dieser Stein hier nicht eingezeichnet.

Wie entsteht ein Closeout?

Ein Closeout ist meist das Ergebnis einer aggressiven Blitz-Strategie: Man versucht, möglichst früh und schnell Punkte im eigenen Heimfeld zu besetzen, während gleichzeitig ein oder mehrere gegnerische Steine auf der Bar warten müssen. Je mehr Heimfeld-Punkte belegt sind, desto schwerer wird die Rückkehr für den Gegner – und mit dem sechsten Punkt ist der Weg endgültig versperrt.

Warum ist ein Closeout so stark?

Solange der gegnerische Stein auf der Bar festsitzt, kann dieser Spieler mit seinen übrigen Steinen zwar weiterziehen, aber der Stein auf der Bar zählt in der Zwischenzeit voll zum eigenen Pip Count – ohne dass sich für ihn etwas bewegt. Gleichzeitig kann der Spieler mit dem geschlossenen Heimfeld in aller Ruhe seine übrigen Steine weiterentwickeln oder das eigene Heimfeld für das spätere Abtragen vorbereiten. In vielen Fällen führt ein erfolgreicher Closeout direkt zu einem Gammon oder sogar Backgammon-Gewinn, da der wartende Spieler kaum noch Steine im eigenen Heimfeld sammeln kann.

Risiken auf dem Weg zum Closeout

Ein Closeout entsteht selten mit einem einzigen Zug. Auf dem Weg dorthin müssen häufig mehrere eigene Steine offen (als Blot) stehen bleiben, bevor der letzte Punkt gesichert ist. Schlägt der Gegner einen dieser Blots, kann sich die Lage schnell umdrehen – aus dem eigenen Angriff wird plötzlich eine Verteidigung. Der Versuch eines Closeouts ist deshalb auch immer eine Risikoabwägung, wie im Blitz-Guide beschrieben.

Closeout vs. Prime

Ein Prime ist eine Mauer aus sechs aufeinanderfolgenden Punkten irgendwo auf dem Brett, die einen gegnerischen Stein am Vorbeiziehen hindert. Ein Closeout ist letztlich der Spezialfall, bei dem genau die sechs Punkte des eigenen Heimfelds diese Mauer bilden – mit dem Unterschied, dass der betroffene Stein nicht nur nicht vorbeiziehen kann, sondern noch nicht einmal von der Bar aus einwechseln darf.

Wer eine eigene Stellung mit geschlossenem Heimfeld nachbauen und als Text teilen möchte, kann das mit dem ASCII-Positions-Generator tun.

Häufige Fragen

Was ist ein Closeout beim Backgammon?

Ein Closeout liegt vor, wenn ein Spieler alle sechs Punkte seines eigenen Heimfelds mit eigenen Steinen besetzt hat. Ein gegnerischer Stein auf der Bar kann dann überhaupt nicht mehr ins Spiel zurückkehren, egal welche Zahl gewürfelt wird.

Wie lange bleibt ein Stein bei einem Closeout auf der Bar?

So lange, bis der Spieler mit dem geschlossenen Heimfeld mindestens einen der sechs Punkte wieder räumt. Erst dann kann der wartende Stein auf diesen Punkt einwechseln.

Was ist der Unterschied zwischen einem Closeout und einem Prime?

Ein Prime ist eine Mauer aus sechs aufeinanderfolgenden Punkten irgendwo auf dem Brett, die einen Stein am Vorbeiziehen hindert. Ein Closeout ist der Spezialfall, bei dem genau die sechs Punkte des eigenen Heimfelds besetzt sind und dadurch ein Stein auf der Bar festgehalten wird.

Kann ein Closeout auch scheitern?

Ja. Bis alle sechs Punkte besetzt sind, müssen oft mehrere eigene Steine offen (als Blot) stehen bleiben. Schlägt der Gegner einen dieser Blots, bevor das Heimfeld vollständig geschlossen ist, kann sich der Spieß umdrehen.

Ulf Mayer

Über den Autor

Ulf Mayer

Ich liebe Backgammon in allen Facetten – egal ob als schnelles Match auf dem Smartphone für zwischendurch oder bei einem Glas Wein mit einem hochwertigen Holzbrett im Kreis von Familie und Freunden. Als Gründer von backgammon-meister.de teile ich meine Leidenschaft, Taktiken und Tipps, um sowohl Anfängern als auch ambitionierten Spielern dabei zu helfen, ihr nächstes Match zu dominieren. Würfelbecher bereit? Lass uns das Spiel meistern!

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