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Das Backgammon Backgame: Die defensive Spätstrategie

Veröffentlicht am 17. Juni 2026 · Aktualisiert am 6. Juli 2026

Backgammon-Koffer mit Spielsteinen vor einem Kaminfeuer

Das Backgame ist eine defensive Strategie für Situationen, in denen man im reinen Wettlauf bereits deutlich zurückliegt. Statt zu versuchen, die eigenen Steine so schnell wie möglich nach vorne zu bringen, hält man bewusst zwei oder mehr Anker tief im gegnerischen Heimfeld – meist auf dessen 1- und 2-Punkt oder 2- und 3-Punkt.

Wie funktioniert ein Backgame?

Man wartet damit gezielt auf einen späteren Fehler des Gegners: Sobald dieser beim Abtragen seiner eigenen Steine eine Lücke lässt, kann man mit einem der eigenen Anker zuschlagen und den gegnerischen Stein zurück auf die Bar schicken. Da der Gegner zu diesem Zeitpunkt meist schon viele Steine im Heimfeld gesammelt hat, kann ein einziger erfolgreicher Treffer das gesamte Spiel noch einmal umdrehen.

Timing ist entscheidend

Ein Backgame funktioniert nur, wenn das Timing stimmt: Trifft man zu früh, ohne dass der Gegner bereits mit dem Abtragen begonnen hat, bleibt einem oft keine gute Wurfkombination mehr, um den eigenen Vorteil zu nutzen, bevor die eigenen restlichen Steine ins Aus gedrängt werden. Wer bereits mit einem Priming arbeitet, aber merkt, dass der reine Wettlauf nicht mehr zu gewinnen ist, wechselt manchmal bewusst in ein Backgame.

Welche Ankerkombination eignet sich am besten?

Nicht jede Kombination aus zwei Ankerpunkten ist gleich stark. Anker auf dem 1- und 2-Punkt gelten als eher schwach, weil ein dort geschlagener gegnerischer Stein kaum Bewegungsspielraum verliert. Deutlich wirkungsvoller sind Anker etwas weiter vorne, etwa auf dem 2- und 3-Punkt oder 3- und 5-Punkt, da der Gegner beim Abtragen dort eher gezwungen ist, eine ungünstige Lücke zu hinterlassen. Die Wahl der richtigen Anker hängt dabei stark von der konkreten Stellung und den bereits gewürfelten Zügen ab.

Das Risiko

Ein gescheitertes Backgame endet häufig nicht nur mit einer einfachen Niederlage, sondern mit einem Gammon oder sogar Backgammon für den Gegner, da die eigenen Steine so weit hinten festhängen. Aus diesem Grund gilt das Backgame als eine der riskantesten, aber auch spektakulärsten Comeback-Strategien im Spiel. Weitere grundlegende Spielarten stellen wir in unserem Überblick zur Backgammon Strategie vor.

Häufige Fragen

Wie viele Anker braucht man mindestens für ein Backgame?

In der Regel zwei, da ein einzelner Anker zu leicht vom Gegner umgangen werden kann und zu wenig Schlagchancen böte.

Kann man ein Backgame gezielt von Anfang an spielen?

Meist nicht sinnvoll – ein Backgame entsteht in der Regel erst, wenn man im Wettlauf bereits deutlich zurückliegt, und ist eine Reaktion auf eine ungünstige Stellung, keine geplante Eröffnungsstrategie.

Warum ist Timing beim Backgame so wichtig?

Schlägt man den Gegner zu früh, bevor dieser mit dem Abtragen begonnen hat, bringt der gewonnene Zeitvorteil oft nichts – die eigenen restlichen Steine werden in der Zwischenzeit trotzdem ins Aus gedrängt.

Ulf Mayer

Über den Autor

Ulf Mayer

Ich liebe Backgammon in allen Facetten – egal ob als schnelles Match auf dem Smartphone für zwischendurch oder bei einem Glas Wein mit einem hochwertigen Holzbrett im Kreis von Familie und Freunden. Als Gründer von backgammon-meister.de teile ich meine Leidenschaft, Taktiken und Tipps, um sowohl Anfängern als auch ambitionierten Spielern dabei zu helfen, ihr nächstes Match zu dominieren. Würfelbecher bereit? Lass uns das Spiel meistern!

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