Backgammon Champions: Die größten Spieler der Weltmeisterschaft
Veröffentlicht am 8. April 2026

Seit 1967 wird die Backgammon-Weltmeisterschaft ausgetragen – zunächst in Las Vegas, dann zeitweise parallel auf den Bahamas und in Monte Carlo, seit 1979 durchgängig in Monte Carlo. Die vollständige Liste aller Titelträger findest du auf unserer Weltmeister-Übersichtsseite. Hier stellen wir die Spieler vor, die gleich mehrfach den Titel holen konnten.
Tim Holland – der erste Weltmeister
Tim Holland gewann 1967 die allererste Backgammon-Weltmeisterschaft in Las Vegas und holte sich den Titel anschließend noch zwei weitere Male, 1968 und 1971. Damit ist er einer von nur drei Spielern mit drei Weltmeistertiteln. Sein Name ist zudem mit der sogenannten „Holland Rule“ verbunden, einer im Turnierbackgammon verbreiteten Regel.
Jörgen Granstedt – Titel über 17 Jahre verteilt
Der Schwede Jörgen Granstedt gewann die Weltmeisterschaft 1999, 2001 und 2016 – bemerkenswert ist dabei die lange Zeitspanne von 17 Jahren zwischen seinem ersten und seinem letzten Titelgewinn, die zeigt, wie langlebig Spitzenkönnen im Backgammon sein kann.
Bill Robertie – Champion und Fachautor
Bill Robertie gewann die Weltmeisterschaft zweimal, 1983 und 1987. Neben seinen Turniererfolgen ist er auch als Analyst bekannt: Er gehörte zu den Experten, die in den 1990er Jahren die Spielstärke früher Backgammon-Computerprogramme wie TD-Gammon bewerteten.
Paul Magriel – Weltmeister und Vordenker des Spiels
Paul Magriel gewann 1978 auf den Bahamas den Weltmeistertitel. Bekannt wurde er zudem als Sachverständiger im US-amerikanischen Gerichtsverfahren „State of Oregon v. Barr“ von 1982, in dem er argumentierte, dass Backgammon ein Geschicklichkeitsspiel sei, das strategisches Denken erfordert – nicht reines Glücksspiel. Sein Backgammon-Buch gilt bis heute als Klassiker und wird auch in unserem Strategie-Artikel empfohlen.
Laura Monaco – Dominanz in der Damenkonkurrenz
In der Frauenkonkurrenz der Weltmeisterschaft gewann Laura Monaco vier Titel in Folge zwischen 2012 und 2015 – eine der dominantesten Serien der Turniergeschichte.
Namensgeber wichtiger Regeln
Zwei zentrale Regeln im modernen Turnierbackgammon sind nach bekannten Spielern benannt: die Jacoby-Regel (nach Oswald Jacoby, Weltmeister 1972) sowie die Crawford-Regel (nach John R. Crawford). Beide Regeln gehören heute zum festen Bestandteil von Turnieren und beeinflussen etwa den Einsatz des Dopplungswürfels gegen Ende eines Matches.
Mehr zu den Jahren, Orten und allen weiteren Titelträgern findest du in unserer vollständigen Weltmeister-Liste.

Über den Autor
Ulf Mayer
Ich liebe Backgammon in allen Facetten – egal ob als schnelles Match auf dem Smartphone für zwischendurch oder bei einem Glas Wein mit einem hochwertigen Holzbrett im Kreis von Familie und Freunden. Als Gründer von backgammon-meister.de teile ich meine Leidenschaft, Taktiken und Tipps, um sowohl Anfängern als auch ambitionierten Spielern dabei zu helfen, ihr nächstes Match zu dominieren. Würfelbecher bereit? Lass uns das Spiel meistern!
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